Die Domaine de Ravoire ist mehr als ein Rebberg – sie ist ein lebendiges Stück Walliser Weinkultur. Unsere Geschichte beginnt vor über 200 Jahren, als an den steilen Terrassenlagen oberhalb von Leytron die ersten Reben gepflanzt wurden. Die Natursteinmauern, das kleine Rebhaus und die autochthonen Rebsorten wie Heida oder Humagne prägen seither das Bild dieser einzigartigen Landschaft – und den Charakter der Weine.
Um dieses Erbe zu erhalten und weiterzuentwickeln, wurde im Jahr 2006 die Domaine de Ravoire AG gegründet – eine eigenständige Aktiengesellschaft mit einer besonderen Struktur:
50 % der Anteile gehören Weinfreunden aus der ganzen Schweiz, die andere Hälfte der traditionsreichen Albert Mathier & Söhne AG in Salgesch.
Dieses Modell ist einmalig in der Schweiz: Die Aktionär:innen sind nicht nur Besitzer:innen von Rebstöcken, sondern entscheiden mit – über den Anbau, den Ausbau, die Vermarktung und natürlich über den Genuss ihrer eigenen Weine.
Unsere Geschichte ist geprägt von Tradition – und der Bereitschaft, Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Das Wallis ist seit Jahrhunderten eine der bedeutendsten Weinregionen der Schweiz. Bereits die Römer sollen hier Reben gepflanzt haben. Was damals als Notwendigkeit begann – Trauben für einfache Weine zur Versorgung – entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer reichen Weinkultur mit eigenständigem Charakter.
Die steilen Lagen, die kargen Böden, das kontinentale Klima mit viel Sonne und wenig Regen: Das Wallis ist wie geschaffen für Weine mit Tiefe, Struktur und Persönlichkeit. Lange war der Weinbau harte Handarbeit – verbunden mit Entbehrung, Stolz und Gemeinschaftssinn.
Mit dem Aufschwung im 20. Jahrhundert begannen Winzerfamilien wie Albert Mathier & Söhne, diese Tradition weiterzuentwickeln. Seit der Gründung 1928 steht das Familienunternehmen für Qualität, Innovation und tief verwurzelte Leidenschaft. Heute führt die dritte Generation das Erbe weiter – mit Weitblick, Respekt und dem Mut, Neues zu wagen.
Die Verbindung von Tradition und Moderne prägt auch die Domaine de Ravoire: ein Ort, an dem jahrhundertealte Rebkultur und moderne Beteiligungsmodelle zusammenfinden – und an dem Weinbau zur gemeinsamen Geschichte wird.
In den steilen Lagen oberhalb von Leytron beginnt der Weinbau – terrassiert, mühsam, mit viel Handarbeit. Die Kulturlandschaft entsteht.
Die erste belegte Nutzung des Weinbergs unterhalb von Ravoire als Rebland. Bis heute ein Symbol für Ausdauer und Beständigkeit.
In Kriegszeiten werden die charakteristischen Natursteinmauern instand gesetzt – sie stützen bis heute die Reblagen und prägen das Landschaftsbild.
Die Vision wird Realität: Der Rebberg wird in eine eigenständige Aktiengesellschaft überführt – 50 % im Besitz von Weinfreund:innen, 50 % bei Albert Mathier & Söhne AG.